Christiane Görner

Aktuelle Programme

VORANKÜNDIGUNG

„Zu Gast bei Ingeborg Bachmann“

Dieses Programm wird - wieder in Zusammenarbeit mit dem Kreuzberger Bodenpersonal - voraussichtlich am 17. oder 24. September 2022 gezeigt



 

„Et Exspecto - und ich erwarte“

Ein Tanz auf der Schwelle gegen die Widerstände der Zeit

„Et Expecto“ ist eine Sonate für Bajan Solo der zeitgenössischen Komponistin Sofia Gubaidulina.
Der Titel entstammt der christlich orthodoxen Liturgie und beschließt sie mit dem Glaubensbekenntnis und der Erwartung einer Auferstehung der Toten.
Wir begannen mit den Proben für dieses Programm vor über 2 Jahren. Durch das Zeitgeschehen wurde die Arbeit einerseits sehr erschwert. Andererseits verdichteten sich die Themen des Todes, des Atems, der Transformation und der Frage, woher Erneuerung kommt.

Ist Wirklichkeit als Kontinuum von Zeit und Raum gegeben oder erzeugen wir sie durch unser geistesgegenwärtiges Bewusstsein? Und wo könnten Räume und Zeiten mehr in die sinnlich - übersinnliche Gegenwart erzeugt, gezeugt und bezeugt werden, als in der Kunst? Gibt es außerhalb des künstlerisch - schöpferischen Ereignisses heue überhaupt noch eine alltägliche „Wirklichkeit“? Oder sollte nicht endlich gerade der sogenannte „Alltag“ Schauplatz unseres geistesgegenwärtig schöpferischen Handelns werden, im besten Sinne: menschlich?

Die Bühnenfigur der Lotte aus dem Drama „Groß und Klein“ schuf der Dichter und Dramatiker Botho Strauss schon in den 1970er Jahren, doch Lottes Wesen ist heute aktueller denn je: In ihrem großen Monolog ist sie eine Suchende, ein Mensch auf der Schwelle – mit Menschlichem wie Göttlichem ringend.
Der Verlust von Beziehungen, die den Alltag gestaltet haben, das Ausgeliefertsein an den seelischen Eigensinn und endlich die Konfrontation mit der Realität des Geistigen: Lotte selbst wird zum Spiegel der Konflikte und Säumnisse des modernen Menschen. Sprache, Musik und Eurythmie bringen die Figur der „Lotte“ in ihrem Denken, Fühlen und Wollen zur Erscheinung. Gedichte von Edith Södergran und Fernando Pessoa ergänzen mit lyrischer Transparenz und Zukunftswehen. Die von Botho Strauss neu belebte „Weise Frau von Endor“, deren alttestamentarisch verordneter Verlust ihrer übersinnlichen Fähigkeiten wie aus weiter Ferne zu Lotte hinüberwinkt – ein Gruß an die Seelengefährtin über die Jahrtausende hinweg.

Für Christiane Görner (Sprache und Schauspiel), Ulrike Wendt (Eurythmie) und Marko Sevarlic (Akkordeon) ist es ein freudevolles Abenteuer aus ihren jeweiligen künstlerischen Mitteln heraus die Figuren zur Erscheinung zu bringen und im Dialog mit den Zuschauenden neu zugänglich zu machen. Voller Freude und in Erwartung - ET EXSPECTO…

Geplante Termine:


Publikumsrückmeldungen

"Euer Stück ist sprachlich-beweglich-musikalisch eine Wundertüte, man spürt den Weg und euer Impuls sehr!“ Das Suchen und Ringen nach diesem Punkt, wo Veränderung stattfinden kann-soll-will-muss… wer kann es- wie kann ich es- warum gerade ich - wo genau befindet sich der Schalter zum Wenden oder sind es viele Schaltstellen? Wie erreiche ich die innere be-fried-ung damit der Umgriff gelingt?"

"Erst habe ich versucht zu verstehen, was ich da sehe und höre… dann habe ich gemerkt, dass das nicht geht und einfach losgelassen. Und dann habe ich plötzlich gemerkt, dass Ihr mir etwas über MICH erzählt."

"Wow Great work. Love your Laut Gestaltung Absolutely stunning! Congratulations! Wonderful work! Speech and Music also fantastic. Greetings from Australia!

"Brilliant and captivating. The whole performance held me from start to finish and each performer was totally in connection with their own artistry while weaving so organicly in, out and around one another."